Der Exit vom Brexit

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Gerade veröffentlichte die WELT einen Artikel, dass Unternehmen zu wenig auf den bevorstehenden Brexit in 2019 vorbereitet seien. Erste Auswirkungen von dem kommenden EU Austritt konnte man bereits von den Wirtschaftsdaten von Großbritannien ablesen. Weitere Ängste und Bedenken werden geschürt. Doch die wirklich wichtige Frage, die sich stellt ist: Kommt der Brexit überhaupt oder wird es einen Exit vom Brexit geben?

Premier May hat Bedenken

Der stärkste EU Gegner im britischen Parlament Boris Johnson hat bereits hin geschmissen. Er gab sich nicht mit den Plänen von May zufrieden. Eine Weile zuvor hat auch David Davis das Parlament aus selbigen Gründen verlassen. May wiederum will der EU möglichst gut entgegenkommen und strebt ein für das Land gute Handelsabkommen an. Wenn ihre Pläne nicht durchgesetzt werden können, sagt sie den Kritikern, werden wir am Ende ohne Brexit dastehen. Für May gibt es so gesehen nur zwei Szenarien:

  1. Ein Brexit mit einem EU-ähnlichem Handelsabkommen
  2. Einen Exit vom Brexit

Man kann denjenigen die behaupten, dass der Brexit ein einziges großes Theater sei, nicht viel entgegenhalten. Das vereinigte Königreich, wird vielleicht den ersten EU-Austritt vollziehen, der eigentlich gar keiner ist.

Kommt der Exit vom Brexit früher als erwartet?

Exit vom Brexit das wahrscheinlichste Szenario

Es ist kein Geheimnis, dass die EU gut daran täte, wenn man das wirtschaftsstarke Land weiterhin als Mitglied beibehalten würde. Im Januar bat Ratspräsident Tusk den Briten sogar an, in der Gemeinschaft zu bleiben. Rechtlich könnte es zwar zu Schwierigkeiten kommen, doch wer, wenn nicht die EU selbst könnte diese ehemals gesetzlichen Vorgaben umgehen?

Aktuell behaupten Umfragen sogar, dass die Bürger in England ihre Meinung geändert haben. So wollen nun 51 Prozent in der EU verbleiben und nur noch 41 Prozent aussteigen. Es wäre interessant zu sehen, wenn das vereinigte Königreich noch einmal eine offizielle Wahl über einen Exit vom Brexit durchführen würde. Wäre das Ergebnis dann tatsächlich gegen einen Austritt, würde es die Gemeinschaft in der EU massiv stärken.

Auf jeden Fall kann man sagen, dass die letzten Würfel noch nicht gefallen sind. Vielleicht werden wir Zeitzeugen, wie eine ursprünglich demokratische Wahl in einem europäischen Staat, durch wirtschaftliche Bedenken vollständig negiert wird.

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FreierW

Theater trifft die ganze Sache recht gut…

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