Banken ETF für die kurzfristige Sektorschwäche

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Der Aktienmarkt ist aktuell eher schwach. Doch in einigen Sektoren bieten sich dadurch einige attraktive Möglichkeiten. So sehe ich aktuell mit einem Banken ETF eine gute Möglichkeit um von der kommenden Zinswende zu profitieren. Denn obwohl die Türkei und Italien zu Schwierigkeiten führen, sind die im Banken ETF enthaltenen Werte meist relativ solide und günstig bewertet. Mittel bis langfristig wird sich dies meines Erachtens ändern. Auf das warum werde ich im Folgenden eingehen.

 

Der Banken ETF

Ich beziehe mich auf den iShares Euro Stoxx Banks 30-15 UCITS ETF mit der ISIN DE006289309. Das Datenblatt dazu findet man hier: Zum Datenblatt. Der ETF kostet 0,51 % pro Jahr und umfasst ein gigantisches Fondsvolumen von über 1,6 Milliarden €. Die Top 5 Positionen lauten aktuell wie folgt:

  • BANCO SANTANDER SA 15,36
  • BNP PARIBAS SA 13,34
  • ING GROEP NV 9,56
  • BANCO BILBAO VIZCAYA ARGENTARIA 8,04
  • INTESA SANPAOLO 7,89

Die Top Positionen machen immerhin bereits 54 % des ETFs aus. Der Kurs des ETFs bewegt sich nahe dem Zwei-Jahrestief. Er bot zuletzt eine jährliche Ausschüttungsrendite von 3,56 %. Da man zu über 30 % in Spanien investiert, sollte man einen Blick auf die europäische Schuldenuhr, siehe hier, werfen.

Banken ETF
Europas Banken gebeutelt aus diversen Richtungen… Die richtige Zeit für den Banken ETF

Der marode Euro und die Zinswende

Die Entwicklung des ETFs wird kurzfristig massiv von Italien abhängen. Genau wie damals Griechenland zu einem Einbruch des Bankensektors führte, ist es nun auch bei Italien der Fall. Man sollte also auf einen ordentlichen Haushaltsentwurf der italienischen Regierung hoffen. Dies ist wohl aktuell das größte Risiko beim Banken ETF. So beinhaltet er auch gleichzeitig über 17 % an Anteile von italienischen Banken. Italien ist aktuell auf klaren Konfrontationskurs, der sogar etwas geplant wirkt. Die Lage in der Türkei scheint sich zumindest bereits zu beruhigen und Erdogan schlägt einen etwas ruhigeren Ton an.

Draghi deutet daraufhin, dass man 2019 die erste Zinserhöhung in der EU sehen wird. Aber erst ab frühestens den 3. Quartal. So spricht er von einem starken Preisdruck, welcher für eine Anhebung spricht.

 

Die Banken selbst

Die Top Position Santander schreibt weiterhin stabile Ergebnisse und zahlt attraktive Dividenden. Ein KGV von ca. 10 erscheint ebenso günstig. Die BNP erscheint diesbezüglich sogar noch günstiger. Auch die ING schreibt gute Ergebnisse, hat aber mit einigen rechtlichen Gegenwind wie Geldwäscheverfahren zu tun. Die Aktien der ersten 3 Positionen, die immerhin bereits über 30 % entsprechend sind meiner Meinung nach attraktive Werte. Das Risiko einer erneuten Kreditausfallversicherungs-Kettenreaktion wie 2008 schwingt allerdings immer mit. Die Banken halten gigantische Summen an derartigen Derivaten. Dazu hier ein Artikel.

Auch die italienischen Banken auf Platz 4 und 5 schrieben zumindest bis 2017 solide Zahlen. 2018 wird für diese jedoch ein schwierigeres Jahr werden. Ich wage mich für diese Werte keine Prognose zu. Auch die Türkei wird die Geschäftszahlen fast aller Banken deutlich belasten. Vor allem die BNP war/ist in der Türkei stark engagiert. Auch die geforderten Geldrückstellungen für Problemkredite schwächen das Geschäft. Aber zur diesen Thematik schreibt das Handelsblatt, dass die EU sich sogar etwas zurückhaltend zeigt, siehe hier.

Mittel bis Langfristig Ja

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Ich habe mir einige Anteile des Banken ETF ins Depot gelegt, da ich davon ausgehe, dass mittelfristig Lösungen für das italienische Problem gefunden wird und die Banken weiterhin solide Zahlen ausweisen werden. Weitet man seine Sicht auf mehrere Jahre wird sich 2019 vermutlich bereits eine Zinswende andeuten, was die Geschäfte ebenso befeuern wird. Solange die EU nicht in komplette Schwierigkeiten kommt, halte ich den Bank ETF für eine gute Entscheidung wenn man die nötige Geduld mitbringt.

 

Der Verfasser hält genannte Anlageprodukte.

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