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Die BASF enttäuscht aktuell an der Börse. So verlor die BASF Aktie 2018 vom Hoch bereits ein Drittel an Wert. Die Aussichten sind wenig wachstumsträchtig und der Konzern befindet sich in einer Umbruchsphase in der man an der Krise der Automobilbranche und den Handelskrieg leidet. Ganz nebenbei noch die Trockenphase, aufgrund die neue TDI Anlage in Ludwigshafen heruntergefahren wird. Eine Umbruchsphase, die vom neuen Konzernchef Brudermüller angeführt wird. Brudermüller macht jedoch die BASF Aktie aus diversen Gründen wieder besonders spannend.

Zuversichtlicher Konzernchef

Brudermüller drängte bereits vor 6 Jahren ins Amt, wo Bock jedoch den Posten für sich gewinnen konnte. Doch nun hat der Mann der seit 1988 in der BASF arbeitet Ideen den Konzern erneut auf Wachstumspfad zu lenken. Er gibt sich risikofreudiger und seine Zuversicht beweist er mit einen ordentlichen Insiderkauf. So kaufte er Ende Oktober 2018 Aktien im Wert von knapp einer Million €. Auch andere Vorstandsmitglieder kauften im ordentlichen Umfang hinzu.

Brudermüller will durch schlankere Strukturen die Produktivität steigern und einen Fokus auf den asiatischen Markt legen. Vor allem der riesige chinesiche Markt spielt eine große Rolle. Trotzdem deutete er bereits an, dass 2019 ein “schwieriges” Jahr für die BASF werde. Darauf büßte die BASF Aktie ordentlich an Wert ein. Man kann also 2019 nur ein sehr mäßiges Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwarten.

BASF Aktie

Der Wasserstand sieht aktuell ein wenig anders aus…

Übergangsphase wird entlohnt

Zugesichert hat den Aktionären jedoch weitere Dividendensteigerungen. Beim aktuellen Kurs von 65 € je BASF Aktie beträgt die Dividendenrendite also voraussichtlich mind. 5 %. Die Ausschüttungsquote lag 2017 immerhin unter 50 % des Gewinnes. Darüber hinaus will man stärker als der durchschnittliche Chemiemarkt wachsen. Spannend ist auch, dass sich die Tocher Wintershall in Saudi Arabien für die Erdgasproduktion beteiligt. Erdgas wird zunehmend wichtiger am Markt. Am Elektroautomarkt will man sich ebenso Marktanteile sichern.

Die Investorpräsentation zum 3. Quartal gibt es hier.

Fundamental durchwachsen

Die relativ hohe Dividendenrendite von 5 % und das KGV von etwa 10 haben ihren Grund. Denn 2018 ist für BASF ein sehr durchwachsenes Jahr mit sinkenden Cashflows und EBIT sowie schwächelnden Wachstum beim Umsatz. Auch die Nettoverschuldung erhöhte sich durch die Übernahme von des Bayer Geschäftsanteils um fast das 3-fache auf 18 Milliarden €.

Der Buchwert je BASF Aktie beläuft sich auf knapp 40 €. Die Aktie wird aktuell also etwa auf den 1,7 fachen Niveau gehandelt. Allgemein kann man auch damit rechnen, dass 2018 kein sonderlich erfolgreiches Jahr für BASF wird. Wie bereits oben erwähnt werden sich die Auswirkungen vom Handelskrieg und der Dürre deutlich im Ergebnis niederschlagen. Deswegen vermutlich auch die Schwäche der Aktie. Vor allem die Baader Bank empfhielt seit Monaten den Verkauf der Aktie. Dem entgegen stehen Aussagen von anderen Instituten wie der Commerzbank oder Barclays. Ein Barclays Analyst bezeichnet BASF sogar dass die Aktie eine der werthaltigsten Anlagen in der europäischen Chemiebranche sei.

Jetzt ein Kauf?

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Zu einen Kauf konnte ich mich bisher noch nicht überwinden. So ist das Risiko, dass man eine erneute Gewinnwarnung herausgeben muss durch negative Rahmenbedingungen nicht gerade unwahrscheinlich. Auf der anderen Seite werden die kommenden Jahre für den Konzern spannend. Vor allem die Vorhaben des neuen Chefs scheinen Potential zu haben. Deswegen steht die BASF Aktie auf meiner Watchlist.

 

Der Verfasser hält keine genannten Anlageprodukte.

 

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