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Wer weiterhin an eine Zinswende glaubt wird höchstwahrscheinlich enttäuscht werden. Die EZB gibt Signale aus, die bereits andeuten, dass der Zins zwar ansteigen wird, aber nur in die negative Richtung. Der Einlagenzins liegt aktuell noch bei Minus 0,4 Prozent. Einige Banken geben diese Kosten an die Kunden weiter. Wird dieser nun erhöht werden ist es wahrscheinlich, dass sich dieses Modell weiter verbreiten wird. Deshalb lautet die aktuelle Frage nicht, wann die Zinswende kommt, sondern wie weit der Wahnsinn voranschreitet und wie weit die Zinsen sinken werden. Negativzinsen werden uns immer mehr beschäftigen und das normale Konto wird eine immer schlechtere Wahl für den Sparer.

 

Warum Negativzinsen und keine Zinswende?

Es ist die allgegenwärtige Frage der Sparer warum man nicht endlich die Zinswende einleitet und man zu “normalen” Zinsen im positiven Bereich zurückkehrt. Dafür gibt es u. a. folgende Gründe:

  • Inflation ist weiterhin unter den angestrebten 2 % Pro Jahr.
  • Die Wirtschaft fängt an zu schwächeln. Unternehmen fangen an Arbeitsstellen zu streichen.
  • Vor allem China, gerne Wirtschaftsmotor der Welt genannt, verzeichnet nur noch schwächere Wachstumsraten als in den Jahren zuvor.
  •  Viele Unternehmen überleben lediglich durch die niedrigen Zinsen. Eine Anhebung hätte deren Pleite zur Folge und damit weiteren Verlust von zahlreichen Arbeitsstellen.
  • Auch Staaten haben dieses Problem. Steigende Zinsen würden deren Zahlungsfähigkeit beeinträchtigen. Siehe auch europäische Schuldenuhr.

Diese fünf Punkte machen eine Zinserhöhung unmöglich bzw. wirtschaftlich sehr unwahrscheinlich. Höhere Zinsen würden schlicht und einfach eine gigantische Krise auslösen, bei der massenweise Arbeitsplätze verloren gingen, sowie Staaten mit den Rücken zur Wand stehen würden. Negativzinsen können dieses Szenario eine Zeit lang abwenden.

Aktueller Stand

Wer denkt, dass wir mit einen negativen Leitzins von -0,4 Prozent bereits besonders niedrig wären, der irrt. Denn ein Land, welches häufig als besonders wohlhabend in den Köpfen der Menschen verankert ist, hat einen noch niedrigeren Leitzins. Nämlich die Schweiz. Seit 2015 steht er dort bei -0,75 Prozentpunkten. Eine Übersicht über die aktuellen Zinssätze findet man auf global-rates.com. Hier eine Zinskarte mit einigen wichtigen Zinssätzen:

Es fällt schnell auf, dass das Zinsproblem hauptsächlich in Europa besteht. Ob das die Folge der Zusammenführung von unterschiedlich starken Wirtschaftsnationen ist, kann kaum verneint werden. Während Deutschland längst höhere Zinsen haben sollte, brauchen Staaten wie Italien und Griechenland dringend diesen negativen Zins. Aber da eine Pleite von Staaten deutlich schwerwiegender ist, haben wir den jetzigen Negativzins im europäischen Raum.

Zukünftige Entwicklung

Was man von Sparern ebenso häufig hört, ist dass sie ihr Geld bei stärkerer Negativverzinsung einfach vom Konto abheben wollen. Praktisch bunkern unter der Matratze. Doch auch darüber sind sich die Banken im Klaren. Es könnte zu einen gefährlichen Bankrun kommen. Dieser muss verhindert verhindert werden, deshalb auch der Vorschlag des internationalen Währungsinstituts IWF, eine Abgabe auf Bargeld einzuführen. Beispielsweise eine Steuer. So wäre der Vorschlag in etwa so, dass jede Abhebung mit einem bestimmten Satz besteuert. Hebt der Kontoinhaber praktisch 100 Euro ab, bekommt er nur 97 Euro an Bargeld heraus. So eine Theorie.

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Das Ganze soll den Sparer davon hindern sein Geld vom Konto zu nehmen und es dem Wirtschaftskreislauf zu entziehen. Ja der Sparer ist der Blöde und das eigentlich in jedem Szenario. Der Sparer wird verlieren, weil es aus aktueller Sicht keine andere Möglichkeit gibt. Die Negativzinsen werden höchst wahrscheinlich weiter ins negative abdriften…

Negativzinsen

Auf dem Sparkonto wird das Geld nicht wachsen. Das wäre sogar der Bestfall. Wahrscheinlicher ist es mittlerweile, dass es sogar verdurstet.

Negativzinsen – Was tun?

Die Antwort liegt auf der Hand. Es ist die selbe Antwort, welche bereits seit Jahren die Richtige war: Aktien. Der Tanz geht trotz den Höchstständen an den Börsen offensichtlich weiter. Die Krise oder Crash soll mit den ansteigenden Negativzinsen verhindert werden. Dass dies funktioniert bewies man bereits in den letzten Jahren. Es ist nicht gerade unwahrscheinlich, dass es so weiter gehen wird, auch wenn das Pulverfass sicherlich weiter beladen wird. Es ist die Alternativlosigkeit, welche die Menschen in Börsenanlagen treibt. Denn der Sparer auf seinen Konten verliert, das ist sicher. An den Börsen ist die Zukunft ungewiss. Aber Ungewissheit ist besser als der sichere Verlust, so zumindest eine sich verbreitende Einstellung. Doch das Risiko an der Börse sollte niemals unterschätzt werden.

Doch stehen wir alle auf der selben Seite. Niemand will sein erarbeitetes Geld verlieren und bestenfalls sogar eine ordentliche Rendite einfahren. Dabei zu helfen ist und war ist eine Aufgabe von diesem Portal: CapStigma.de. Wir würden uns freuen Sie hier als aktives Mitglied begrüßen zu dürfen!

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