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  • Traton Aktie steht unter starken Druck u. a. aufgrund hohen Investitionen in die Elektromobilität.
  • Traton ist ein führender Anbieter von Nutzfahrzeugen.
  • VW brachte die Tochter Traton Mitte des Jahres an die Börse.
  • Der Vorstand kaufte 2019 hohe Stückzahlen bei noch höheren Kursen ein.
  • Unternehmen leidet unter der stark unter die Räder gekommenen Branche.
  • Die Volkswagen AG hält weiterhin 88,5 % des Konzerns. So ist der Streubesitz relativ niedrig.
  • Erstes Halbjahr lief für den Konzern sehr gut.
  • Aktie scheint niedrig bewertet.

 

Volkswagen für Nutzfahrzeuge

Traton baut die Nutzfahrzeuge für die Marken MAN, Scania, RIO und Volkswagen Caminhoes. Das Unternehmen erzielt einen Umsatz von über 25 Milliarden Euro. Doch im Gegensatz zu VW selbst wächst der Umsatz noch deutlich an. Auf das Gesamtjahr erwartet man ein Umsatzwachstum von 6,5 bis 7,5 Prozent. Siehe hier.

Die Strategie von Traton ist nun voll in die Elektrooffensive zu gehen. Dafür steckt man bis 2025 mehr als eine Milliarde in die Entwicklung von Elektroantrieben. Zu dieser gesellt sich eine Milliarde für die Digitalisierung und Vernetzung von Fahrzeugen. Man will also direkt in die Sparte vordringen, die aktuell u. a. von BYD besetzt wird, dem chinesischen Batterie und Automobilhersteller. Dazu machte CEO Renschler folgende Aussage:

Wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, könnte in zehn bis 15 Jahren jeder dritte Lkw und Bus unserer Marken mit alternativen Antrieben fahren. Die meisten davon voll elektrisch.

Traton Aktie

Die Verbrenner werden bereits in zwei Jahrzehnten zu der aussterbenden Mobilitätsrasse gehören. Traton positioniert sich…

 

Elektromobilität für die Spitze?

Die Ankündigung der hohen Investitionen in diese Sparte führte dazu, dass die Traton Aktie weiter abstürzte. Man begibt sich damit auf einen Markt, der von den chinesischen Herstellern bereits dominiert wird. So haben diese entsprechende Vorteile, was die zukünftige Marktsituation für Traton nicht gerade erleichtert. Zudem will auch Tesla noch ihren LKW veröffentlichen. Genauso wird man sich von einem Batterielieferanten abhängig machen müssen. Volkswagen pflegt bereits Beziehungen zu CATL. Daher wäre es nahe liegend, dass auch für Traton CATL der Zulieferer werden wird. Doch wie ist der Konzern nun bewertet?

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Traton Aktie zu günstig?

Aktuell ist das Unternehmen bei einem Aktienkurs von 23,08 Euro mit 11,5 Milliarden Euro bewertet. Bei einem erwarteten Gewinn von etwa 1,9 Milliarden Euro hat man aktuell ein KGV von nur 6. Die Traton Aktie leidet also wie die ganze Branche unter einem schwachen Aktienkurs. Dies liegt wohl an der Branchenveränderung, die das komplette Segment betrifft.

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Etwas widersprüchlich zu den hohen Investitionen ist, dass der Konzern trotzdem eine relativ hohe Dividende auszahlt. So erwartet man für 2019 eine Aktie von etwa 1,15 Euro. Das entspräche einer Dividendenrendite von knapp 5 %.

Wie wohl auch bei den PKW-Hersteller ist deutliche Pessimismus in der Traton Aktie zu sehen. Nur ist Traton als Nutzfahrzeugehersteller noch stärker von politischen Vorgaben beeinflusst. So muss der Hersteller seine CO2 Emmsionen bis 2030 um 30 Prozent senken. Den Konzern bleibt also gar nichts anders über als auf alternative Antriebe zu setzen. Genauso ist Traton nur an sechster Stelle, wenn es um Marktanteile geht. Der Konzern hat also keine wirklich Wettbewerbsvorteile gegenüber der stärkeren Konkurrenz von Daimler und Co.

 

Kein Vorteil gegenüber der Konkurrenz…

Die Frage bei Traton bleibt, ob sich erfolgreich von der Konkurrenz absetzen kann. Bei der Antwort scheint sich aktuell auch der Markt nicht sicher zu sein. Die “Elektrospezialisten” drängen bereits in das Segment vor, was bedeutet, dass man sich mit mehr Wettbewerbern messen muss. Wettbewerber, die bereits einen Zeit und Entwicklungsvorsprung haben. Diese Skepsis scheint dafür zu sorgen, dass die Traton Aktie nicht wirklich auf die Füße kommt. Und das trotz scheinbar sehr günstiger Bewertung. Möglicherweise eignet sich die Aktie deshalb für kurzfristige Zockerei. Langfristig scheint die Konkurrenz aber zu stark, weshalb ich die Aktie eher meiden würde.

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Der Verfasser hält keine genannten Anlageprodukte.

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