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  • Auf Fünf-Jahressicht ist die HTC Aktie um über 70 % eingebrochen.
  • Ehemalige Kerngeschäfte gibt es nicht mehr.
  • Ein Verlust nach den anderen wird ausgewiesen.
  • Kaum neue Produkte des ehemaligen Smartphone-Vorreiters.
  • Neuer Fokus auf Virtual Reality.
  • Verzweifelte Versuche sich im 5G-Markt zu etablieren.

 

HTC der ehemalige High-Tech Konzern

Die meisten kennen HTC wohl noch als Smartphonehersteller. Dieses Segment hat man größtenteils an Google verkauft. 2019 kamen gerade einmal zwei neue Smartphones auf den Markt. Beide ausgestattet mit mittelmäßiger Hardware, die nur kleine Randgruppen überzeugen können. HTC ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst. Der ehemalige Multi-Milliardenkonzern schrumpft vor sich hin und ist bei einem Aktienkurs von 4 € nur noch etwa 900 Millionen Euro wert. Es fehlt an jeglichen Zukunftsperspektiven für den ehemaligen High-Tech Konzern und trotzdem schein die HTC Aktie langsam einen Boden gefunden zu haben. Gibt es noch Hoffnung für HTC?

 

HTC Aktie

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HTC wurde bei Smartphones von anderen Hersteller komplett abgehängt. 2020 will man wieder stärker angreifen.

 

Der Plan von HTC

HTC will vor allem in zwei Aspekten punkten:

  1. Virtual Reality. Hier will man einerseits seine VIVE-VR Brillen vertreiben und gleichzeitig neue Smartphones auf den Markt bringen, die mit VR Funktionen ausgestattet werden um ein Alleistellungsmerkmal zu bilden.
  2. 5G-Geräte. Man hat als einer der ersten Anbieter einen hochpreisigen 5G-Hub mit Smartphonefunktionen auf den Markt gebracht. 5G soll auch der Grund sein, warum man sich 2019 mit neuen Geräten zurückhielt um sich auf die kommenden 5G-Smartphones zu konzentrieren.

Es wird klar, dass 2020 für HTC ein Schicksalsjahr werden wird. Der Smartphonemarkt wird laut zahlreichen Experten eine Wiederbelebung erfahren. Das Problem für HTC ist jedoch, dass andere Hersteller eben sämtliche Preisklassen dicht besetzt haben. Vor allem auch chinesische Hersteller, wie Xiaomi, die sich mit sehr geringen Gewinnmargen zufrieden geben. Das hat den Smartphonemarkt verändert und es wird für HTC schwieriger als jemals zuvor in den Segmenten Fuß zu fassen. Auch bei weiteren 5G-Geräten ist die Konkurrenz durch z. B. Huawei enorm.

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Deswegen scheint HTC den Weg gehen zu wollen, dass man den hauseigenen Smartphones ein Alleinstellungsmerkmal mit Hilfe von VR-Technologien verabreichen will. Doch ob das für eine große Kundschaft reicht ist fraglich, denn der Markt für Virtual Reality ist noch sehr klein und auch dort konkurriert man direkt mit den großen Techies, wie Facebook und Microsoft.

 

HTC Aktie überbewertet?

Die HTC Aktie notiert seit einem Jahr rund um die 4 € Marke. Quartal für Quartal wird ein Verlust von ca. 70 Millionen Euro ausgewiesen. Eine wirkliche Besserung ist bisher nicht in Sicht. Offensichtlich sah man sich mit den Teilverkauf der Smartphonesparte bereits gezwungen sich Zeit zu verschaffen. Ob man sich damit tatsächlich gesund schrumpft bleibt fraglich. Mit den aktuellen Cashbestand von 890 Millionen Euro wird man immerhin noch einige Zeit überleben können.

Das spannende ist, dass die Marktkapitalisierung derzeit ziemlich genau den Cashbestand entspricht. Abzüglich der etwa 720 Millionen Euro an Schulden, verbleiben in der Theorie 170 Millionen Euro plus dem operativen Geschäft und allen Assets. Da HTC weiterhin attraktive Patente besitzt, relativiert sich die Bewertung der Aktie trotz des sehr schwachen operativen Geschäfts.

Einschätzung des Verfassers:

    

 

HTC nun ein Kauf?

HTC hat genug Cash um eine noch längere Durststrecke zu überstehen. Man setzt mit den Kauf der HTC Aktie darauf, dass HTC die Smartphonemärkte zum Teil zurückerobern kann und sich gleichzeitig mit der VR-Technologie, sowie den neuen 5G-Geräten gegen die Konkurrenz durchsetzen kann. Doch genau darin liegt das Problem. Die Mitbewerber sind in allen Kategorien besser aufgestellt und HTC wird sich deutlich von der Masse absetzen müssen um Marktanteile zu ergattern. Bisher befindet sich man mitten in einer Neuorientierungsphase und die Umsätze brechen aufgrund fehlender konkurrenzfähiger Produkte weg. Deswegen ist die Aktie aktuell wohl kaum ein empfehlenswertes Investment, wenn man nicht gerade auf eine Übernahme oder sonstige Turnarounds spekuliert.

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Der Verfasser hält genannte Anlageprodukte.

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