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Der Crash im Zuge der Pandemie, lässt mutige Anleger Aktien kaufen. Wer sich nicht sicher ist was er kaufen sollte, greift gerne zu ETFs. Die Anleger, die besonders breit anlegen wollen könnten sich für den MSCI World ETF entscheiden. Dieser umfasst meist über 1500 verschiedene Aktien. Doch die hohe Anzahl verschiedener MSCI World ETFs verwirrt. Es gibt so einige Punkte, die man bei der Auswahl beachten sollte. So stellen sich Anleger, die weniger mit der Thematik ETF vertraut sind häufig die Frage: Welcher ETF ist nun bester MSCI World ETF am Markt. Zu dieser Entscheidung gibt es im Folgenden eine Hilfestellung, die Sie bei der Entscheidung unterstützen können. Doch sei im vorhinein bereits gesagt: Es kommt zum Teil auch auf die persönlichen Vorlieben an, was die Auswahl subjektiver gestaltet, als einem vielleicht lieb wäre. Es sollen nur Vorschläge sein um sich seinen Weg durch das sehr große Angebot zu bahnen. Der Artikel ersetzt nicht das eigene Denken und Information.

 

Allgemeine Rahmenaspekte

Der MSCI World Index soll die Performance der größten Unternehmen der Welt nachbilden. Die große Beliebtheit rührt daher, dass der Index einen Aktienkorb von über 1500 Unternehmen umfasst. Die ETFs auf Basis des MSCI Worlds sind ebenso bekannt und aufgrund der hohen Nachfrage bieten die meisten Indexfonds außerordentlich niedrige Kosten. Doch nun zuerst zu den Dingen, was man bei der Auswahl immer beachten sollte:

1. Fondsvolumen

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Allen voran sollte auf das Fondsvolumen geachtet werden. Damit der Fonds ausreichend oft gehandelt und nicht geschlossen wird, was zusätzlichen Aufwand für uns bedeuten würde, ist es empfehlenswert Fonds mit sehr großen Volumen auszuwählen. Genauer gesagt Fonds mit einen Volumen von mindestens 100 Millionen Euro.

2. Kosten

Ebenso wichtig sind die Kosten damit die Rendite nicht unnötig schrumpft. Kosten unter 0,5 % p. a. gelten bei ETFs als niedrig. Darüber als eher hoch. Angegeben werden die Kosten meist als sogenannte Gesamtkostenquote, abgekürzt TER. Dabei werden zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisch Anteile verkauft um die Kosten auszugleichen. Anleger bemerken diesen Vorgang für gewöhnlich nicht.

Bester MSCI World am Markt. Keine einfache Entscheidung.

Bester MSCI World am Markt. Keine einfache Entscheidung.

 

Subjektive Aspekte

1. Ausschüttend oder Thesaurierend?

Eine der wichtigsten Punkte bei der Entscheidung ist die Frage ob Ausschüttungen automatisch wiederangelegt werden sollen(thesaurierend) oder tatsächlich aufs Konto ausgeschüttet werden sollen. Zu beachten ist dabei, dass Ausschüttungen versteuert werden müssen, vorausgesetzt man hat den Freibetrag bereits aufgebraucht. Werden die Ausschüttungen wiederangelegt(thesauriert), findet zwar seit der Investmentsteuerreform ebenso eine Besteuerung statt, doch liegt diese rechnerisch unter der Rate also wie wenn man sie selbst auf den Konto versteuern würde. Allerdings ist seit dem Investmentsteuerreformgesetz der Unterschied marginal, da Ausschüttungen aufs Konto an die Vorabpauschale angerechnet werden. Unterm Strich bleibt es also nahezu eine subjektive Frage was einem lieber ist, bzw. ob man flüssige Geldmittel regelmäßig aufs Konto haben will.

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2. Synthetisch oder Physisch?

Gerd Kommers Bestseller zu ETFs (Anzeige)

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Die zweite Frage ist etwas theoretisch. Es gibt synthetische und physische ETFs. Physische ETFs legen ihr Kapital direkt in die Aktien an und haben als Sicherheit direkt diese Anteile hinterlegt. Die Gewichtung der Anteile im Index sind eins zu eins. die im ETF. Synthetische dagegen bilden ihren Index indirekt mithilfe von Derivaten nach. So können bei den Positionen leichte Abweichungen entstehen. Der ETF-Emittent muss nur eine gewissen Anteil an Sicherheiten im Portfolio haben, nicht die Aktien selbst. Bei der physischen Indexabbildung hat man teilweise Ausfallrisiken bei der Wertpapierleihe, bei Synthetischen dagegen gegenüber dem Swap-Partner, von dem die Derivate stammen. Insgesamt gelten physische als maximal sicher und sind bei gleichen Kosten und Rahmenbedingungen zu bevorzugen. Synthetische haben den Vorteil, dass sie häufig geringere Kosten aufgrund der “künstlichen” Nachbildung aufweisen. Man kann also sagen, dass physisch besser ist, weil es zusätzliche Sicherheit bietet. Trotzdem müssen synthetische nicht grundsätzlich vermieden werden. Bisher gab es noch keinen Fall, wo synthetische Indexfonds dadurch einen relevanten Nachteil hatten.

3. Euro oder US-Dollar als Fondswährung?

Der dritte Punkte ist in Welcher Währung der ETF notiert. Mit einem US-Dollar-ETF kann man beispielsweise ein Euro-Währungsrisiko absichern. Andererseits wird der Kurs vom US-Dollar Wechselkurs beeinflusst. Da Währungssteigerungen/verluste kaum vorherzusehen sind, bleibt diese Sache nebensächlich außer man will sich gezielt absichern. Denkbar wären auch zwei verschiedene ETFs, bei denen einer in Euro und der andere in Dollar abgebildet wird.

 

Bester MSCI World ETF – Thesaurierend

Einer der beliebtesten Emerging Markets ETFs ist der iShares Core MSCI Emerging Markets mit der WKN A111X9. Will man einen MSCI World der die Ausschüttungen thesaurieren soll, ist der von Blackrock bzw. ishares angebotene Fonds sehr gut geeignet. Dieser weist folgende Merkmale auf:

  • Währung US-Dollar.
  • Fondsvolumen über gigantische 16 Milliarden US-Dollar.
  • Physische Abbildung.
  • 0,2 % p. a. an Kosten.
  • Thesaurierend.
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Bester MSCI World ETF – Ausschüttend

Bei den ausschüttenden MSCI Worlds ist es nicht ganz so einfach. Entweder wählt einen teureren ETF, der physisch oder einen günstigeren der synthetisch abbildet. Einer der beliebtesten in der Kategorie ist der ComStage MSCI World UCITS mit der WKN ETF110 mit folgenden Merkmalen:

  • Währung US-Dollar.
  • Fondsvolumen über hohe 1,5 Milliarden US-Dollar.
  • Synthetische Abbildung.
  • 0,2 % p. a. an Kosten.
  • Ausschüttend.

 

Resümee

Es gibt unglaublich viele verschiedene ETFs auf den Index MSCI World. Die oben genannten sind mit die größten und beliebtesten, die bereits sehr lange (>10 Jahre) am Markt erhältlich sind. Sie haben bereits die Finanzkrise 2009 überstanden und bewiesen, dass sie ihren Zweck einwandfrei erfüllen. Trotzdem muss jeder Anleger selbst überlegen, welche der subjektiven Punkte ihm/ihr wichtiger bzw. nebensächlicher sind. Aber die Vergangenheit zeigte auf jeden Fall, dass man mit keinen ETF auf den Index jemals schlecht gelegen hat. Sofern eine langfristige Anlageperspektive vorherrscht.

 

Das Problem am MSCI World

Sieht man sich die Zusammensetzung des MSCI World nun genauer an, fällt auf, dass der Anteil der US-amerikanischen Unternehmen in den ETFs ungewöhnlich hoch ist. Das liegt u. a. daran, dass die meisten der größten Unternehmen der Welt aktuell in der USA angesiedelt sind. Was sich in den letzten Jahren als Vorteil zeigte, könnte sich zukünftig als Nachteil darstellen. Deswegen greifen viele Anleger auch zu Indexfonds auf den MSCI World All Country(Kürzel MSCI ACWI) in dem das angelegte Kapital gezielt in 23 Industrieländern und 26 Schwellenländern angelegt wird. So umfasst dieser sogar gut 3.000 Unternehmen. Er gilt als der wahre “Welt-Index”. Das Problem dabei ist, dass es deutlich weniger ETFs gibt und so die Konkurrenz deutlich geringer ist. So sind die Kosten für einen MSCI ACWI meist deutlich höher als bei den oben genannten Anlagemöglichkeiten. Anleger haben hier deutlich geringere Auswahl und ausschüttende gibt es hierzulande sogar gar nicht.

Einer der Beliebtesten dieser Kategorie ist der SPDR MSCI ACWI mit der WKN A1JJTC.

  • Währung US-Dollar.
  • Fondsvolumen über hohe 1,2 Milliarden US-Dollar.
  • Physische Abbildung.
  • 0,4 % p. a. an Kosten.
  • Thesaurierend.

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Für Anleger die sich noch breiter aufstellen wollen ist der ACWI das Mittel der Wahl. Die Alternative dazu wäre zu den oben genannten MSCI World ETF(s) einen MSCI Emerging Markets hinzuzunehmen. Man würde schlussendlich auf ca. die selbe Positionsanzahl bei aber niedrigeren Kosten kommen. Dafür ist der ACWI das All-in-One Paket.

 

 

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