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Der DAX malt ein schwarzes Bild. Innerhalb kürzester Zeit verlor der Perfomance Index über 2000 Zähler. Wirtschaftverbände reden bereits von einem “Stresstest” für die deutsche Wirtschaft. Dass China die sogenannte “Werkbank” der Welt” ist, sollte jeden bekannt sein. Sowohl Produktionsketten als auch Absatzmärkte werden unterbrochen bzw. geschmälert. Stehen in China die Werke still, wirkt es sich bald auch auf westliche Unternehmen auf, so bald die Lagerbestände aufgebraucht sind. Besonders betroffen sind dabei die Schlüsselindustrien der deutschen Wirtschaft. Denn die Automobilindustrie bzw. die Zulieferer, Maschinenbau und Elektroindustrie ist stark von China abhängig. Doch wie hoch sind nun schlussendlich wirtschaftliche Auswirkungen wegen den Coronavirus? Mit was muss man rechnen? Im Folgenden eine Übersicht über die derzeitige Lage und die Ansichten einiger Unternehmen.

 

Die Sicht von Unternehmen

Die Börsen stürzen ab. Viele sprechen bereits von einem Corona-Crash. Unternehmen aus allerlei Branchen weisen auf wirtschaftliche Auswirkungen hin, die mit den Covid 19 einhergehen. Für die meisten sind seit kurzem Geschäftsreisen von und nach China untersagt oder möglichst zu vermeiden. Folgende (bekannte) Unternehmen gaben bereits ihre Statements zum Stand Ende Februar 2020 ab:

  • Apple – Produktionsschwierigkeiten, daher Umsatzwarnung.
  • Alpha Pro Tech – Baut Produktionskapazitäten massiv aus um Schutzausrüstung liefern zu können.
  • BMW – Die Produktion ist seit 17. Februar wieder vollständig intakt.
  • BASF – Befürchtet negative Auswirkungen und spürt schwachen asiatischen Markt.
  • Continental – Hat Bedenken bezüglich der Lieferkette und stattet Werke mit zusätzlicher Schutzausrüstung aus.
  • CTS Eventim – Leidet an Absage von Großveranstaltungen.
  • Daimler – Die Produktion in China ist seit Anfang Februar wieder intakt.
  • Drägerwerk – Meldet Produktionsauslastung für Atemschutzmasken von 100 %. Es werden aber bald Lieferengpässe erwartet.
  • Gilead Science – Testet Heilmittel für das Covid 19.
  • McDonalds – Stellt Betrieb in Krisengebieten komplett ein.
  • Microsoft – Unterbrechung der Lieferkette, deswegen Umsatzwarnung.
  • TUI – Ordnet Buchungsstopps an und gibt Warnhinweise für Kunden heraus.
  • VW – Auf den Weg in die Normalität. Probleme bei der Zulieferung einiger Teile.
  • Wirecard – Sieht hinsichtlich des Coronavirus keine negativen Auswirkungen aufs Geschäft.
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Die "Werkbank der Welt" wird durch das Covid 19 geschwächt.

Die “Werkbank der Welt” wird durch das Covid 19 geschwächt.

 

Die Sicht von Politikern

Politiker geben sich hauptsächlich optimistisch.

Politiker geben sich hauptsächlich optimistisch.

Genau wie die Unternehmen geben auch Politiker ihre Sicht der Dinge ab, wenn um die Sache wirtschaftliche Auswirkungen Coronavirus geht. Dazu haben folgende nennenswerte Politiker ihre Statements veröffentlicht:

  • Deutscher Wirtschaftsminister Peter Altmaier – Hauptsächlich seien die exportorientierten Unternehmen betroffen. Die Bauwirtschaft und Binnenkonjunktur entwickle sich gut.
  • Amerikanischer Präsident Donald Trump – Die ganze Sache werde gut gehen und verschwinden.
  • Türkischer Ökonom Nouriel Roubini – Die Coronakrise sei viel tiefer gehend als gemeinhin angenommen und die dramatischen Wirkungen werden erst noch klar werden.
  • EZB-Chefin Lagarde – Je stärker sich das Virus ausbreite, desto stärker seien die Auswirkungen für die europäische Wirtschaft. Das Kaufprogramm von Anleihen biete eine effektive schnelle Stabilisierung.
  • Ifo-Institut Lange – Starke kurzfristige Effekte seien zu erwarten, aber langfristig keine.
  • Ifo-Institut Wollmershäuser – Wenn die aktuelle Epidemie das chinesische Wirtschaftswachstum doppelt so stark eindämpfe, wie es bei Sars der Fall war, dürfte es in Deutschland um etwa 0,1 Prozent niedriger ausfallen.

 

Unternehmen, Politiker und die Börse?

Das waren einige Ansichten von Unternehmen und Politikern. Doch eine Ansicht fehlt noch und zwar die der Börse. Während Unternehmen je nach Branche ein positives oder negatives Bild zeichnen, machen Politiker einen eher positiv gestimmten Eindruck. Das Gegenpol zu den Politikern bildet aktuell die Börse, denn hier stürzen die Kurse mehrheitlich ab.

Nahezu jeden Tag verlieren die Aktien weiter an Wert. Anleger sind offensichtlich pessimistisch gestimmt, was die kommende Zeit angeht. Sie werfen ihre Aktien haufenweise aus dem Depot. Selbst Aktien von Unternehmen, die keine negativen Auswirkungen sehen, wie Wirecard, werden massiv abgestraft. Gibt es deswegen in den kommenden Wochen wieder Aufwärtspotential oder stehen wir tatsächlich vor einen größeren Crash. Wirtschaftliche Auswirkungen des Coronavirus gibt es, doch sind diese aktuell noch sehr begrenzt und schwierig abzuschätzen. Es bleibt spannend…

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