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  • HeidelbergCement Aktie brach im Zuge der Krise um die Hälfte ein.
  • Die Aktie notiert weiterhin stark unter den Buchwert.
  • Der Bauboom geht bisher unbeirrt weiter. Auswirkungen der Krise bleiben bisher aus.
  • Keine Kurzarbeit bisher beim Heidelberger Konzern.
  • Insider decken sich ein. Übernahme in Sichtweite?
  • Aktuelle Bewertung scheint weiterhin deutlich zu niedrig.

 

 

Im Rückenwind der Strukturprobleme

HeidelbergCement konnte in den letzten Jahren stark von den anhaltenden Bauboom profitieren. So konnte der Umsatz 2019 auf ein Rekordniveau von knapp 18,8 Milliarden Euro angehoben werden. Ein Ende schien nicht in Sicht, denn weiterhin wird die Wohnungsnot in jeglichen Städten beklagt. Die Thematik ist weiterhin präsent, auch wenn sie im Zuge der aktuellen Krise eine nur nebensächliche Rolle einnimmt. Aktuell herrscht die Sorge vor, dass der Boom zu einer Arbeitslosigkeit führt, die Kunden die Baulust vermiest oder gar Baustellen nicht mehr finanziert werden können. Das führte dazu, dass die HeidelbergCement Aktie kurzzeitig über die Hälfte ihres Werts verlor. Doch die Realität sieht aktuell anders aus, die Baustellen laufen weiter und bisher gibt sind nur wenige Mitarbeiter des Konzerns von Kurzarbeit betroffen. Den Ausblick zog man zwar zurück, doch bisher sind Auswirkungen auf den Baustoffhersteller offensichtlich gering. Eine Chance scheint zu warten…

Der Bauboom geht (bisher) trotz Krise unbeirrt weiter. Der HeidelbergCement Aktie half das bisher noch wenig.

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Der Bauboom geht (bisher) trotz Krise unbeirrt weiter. Der HeidelbergCement Aktie half das noch wenig.

 

Irrwitziger Kursverlust

Im Zuge der Krise stürzte die Aktie von über 60 € auf unter 35 € ab. Insider nutzten die Gelegenheit und kauften im großen Stil hinzu. Die Spohn Cement Beteiligungen GmbH kaufte für ca. 100 Millionen Euro hinzu. Aber auch weitere Privatpersonen bzw. Insider bauten ihre Positionen aus. Laut diesen ist die Lage offensichtlich klar, der Kursverlust war völlig überzogen. Kein Wunder, dass die HeidelbergCement Aktie bereits wieder auf 44 € Boden gut machen konnte. Doch zum alten Niveau liegen weiterhin rund 50 %. Zum letzten Hoch 2017 liegen sogar über 100 %. Reagierte der Markt damals über oder war die Bewertung tatsächlich gerechtfertigt?

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Bewertung des Baustoffriesen

Zuletzt stufte JPMorgan den Konzern herab mit der Begründung der zu hohen Schuldenquote im Vergleich zu den Mitbewerbern, die die Flexibilität reduzieren würden. Doch diese Flexibilität wird bisher offensichtlich überhaupt nicht gebraucht. Das Baugewerbe floriert weiterhin und man rechnet, wenn dann mit verzögerten Auswirkungen aufs Geschäft, sollte die Arbeitslosigkeit steigen. Angenommen 2020 wird dadurch beeinflusst, dürfte in Kürze der Boom weiter gehen, denn der Wohnungsmangel ist weiterhin nicht vom Tisch. Im Gegenteil, die Konjunkturprogramme, die die Bundesregierung zur Wiederbelebung der Wirtschaft höchstwahrscheinlich beschließen wird, werden Bauboom weiter anregen. Die Aussichten sind also wenn dann kurzfristig schwach.

Die Substanz ist ebenfalls gegeben. Der aktuelle Buchwert beträgt aktuell rund 85 € je Aktie. Ergo notiert die HeidelbergCement Aktie aktuell bei rund 0,51 fachen des Buchwerts. In der Vergangenheit lag das KBV eher bei 0,8 bis 0,9.

Beim KGV sieht es ähnlich aus. Im fünf Jahresschnitt wurde das Unternehmen im Schnitt mit den 16,2 fachen des Gewinns bewertet. Die ursprüngliche Gewinnschätzung lag bei etwa 5,7 € je Aktie. Die Börse geht offenbar davon aus, dass eine Gewinnhalbierung realistisch ist und bewertet den Konzern auf diesen Niveau. Dass das eine pessimistische Einschätzung ist, muss man wohl nicht erwähnen. Die Baustellen laufen und in absehbarer Zeit schein kein Einbruch realistisch zu sein. Die Bewertung scheint also zu niedrig zu sein. Es scheint eine Chance zu sein, die sich bei HeidelbergCement in jeder Krise ergibt…

HeidelbergCement Aktie – Einschätzung des Verfassers:

    

Übernahme in Sicht?

2005 griff die Spohn Cement Beteiligungs GmbH bereits nach HeidelbergCement und bot den Aktionären 60 € je Aktie. Aktuell kauft diese erneut in großen Umfang hinzu. Über 10 Millionen Euro steckte das Unternehmen vor kurzen in den Baustoffkonzern. Zu diesen Zeitpunkt war HeidelbergCement nur mit etwa 6 Milliarden Euro bewertet, was zeigt, dass große Anteile an Stimmrechten gesichert wurde. Hier ein Artikel von NTV aus dem Jahre 2005. Es wäre wohl nur logisch, dass man nun erneut einen solchen Schritt wagt und die Krise dafür nutzt sich Aktien zu sichern.

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Der Verfasser hält genannte Wertpapiere.

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