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Die Meldungen zu neuen Rekorden bei der Arbeitslosigkeit mehren sich. In Unmengen von Staaten wird von nie dagewesen Anstiegen von Arbeitslosigkeit im Zuge der aktuellen Krise gesprochen. Unternehmen stellen kurzfristig Menschen aus, um Kosten zu sparen um die Pandemie zu überstehen. Allen voran die USA, die mittlerweile innerhalb weniger Wochen des teilweisen Shutdowns über 26 Millionen Anträge auf Arbeitslosenhilfe vorliegen haben. Schätzungen zufolge wird es auch Deutschland, trotz umfangreicher Kurzarbeit, treffen. So seien über 500.000 Stellen akut gefährdet. Doch etwas stimmt an der angeblich dramatischen Situation nicht. Denn die Corona Arbeitslosigkeit ist zu hoher Wahrscheinlichkeit schnelllebiger und betrifft vor allem bestimmte Gruppen an Arbeitnehmern und Selbstständigen…

 

Die Verallgemeinerung der Arbeitslosenzahlen

Die Gesamtheit der Arbeitslosigkeit steigt, so viel ist klar. Doch diese Verallgemeinerung reicht nicht, auch wenn sie in ihrem Sinne richtig sein mag. Es braucht eine genauere Aufschlüsselung wo Jobs wirklich wegfallen. Dazu muss zwingend zwischen Großkonzerne und kleineren Betrieben, sowie bestimmten Bereichen oder Arbeitsverhältnissen unterschieden werden. Das Instrument Kurzarbeit spielt dabei eine maßgebliche Rolle…

Sektor Gutverdiener / Großunternehmen

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Die größeren Unternehmen, die aktuell von der Krise betroffen sind, setzen nahezu alle auf Kurzarbeit. Das Instrument der Kurzarbeit wurde geschaffen um Jobs zu sichern, deswegen gibt es die Klausel, dass die Unternehmen, die Kurzarbeit nutzen, in der Zeit keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen dürfen. Egal ob Volkswagen oder BASF, Jobs gehen aktuell in diesen relativ gut bezahlten Sektor kaum verloren. Auch durch die tariflichen oder betrieblichen Ausgleichsleistungen geht bei den Arbeitnehmern kaum Kaufkraft verloren.

 

Die Kaufkraft durch die Corona Arbeitslosigkeit leidet nur in manchen Situationen.

Die Kaufkraft durch die Corona Arbeitslosigkeit leidet nur in manchen Situationen.

 

Sektor Geringverdiener / Kleinunternehmen

Im Sektor der Geringverdiener schlägt die Corona Arbeitslosigkeit dagegen voll zu. Im Folgenden wo Jobs in großer Anzahl verloren gehen:

  • Leiharbeitsverhältnisse werden(auch in Großunternehmen) aufgekündigt.
  • Nebenjobs aller Art gehen verloren.
  • Kleinunternehmen sind finanziell kurzfristig gezwungen Mitarbeiter zu entlassen.
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Diese Kategorien zu denen die Gastronomie, die Taxibranche, die Reise/Tourismusbranche, Eventbranche, usw. gehören sind am stärksten vom Wegfall von Jobs betroffen. Das hat vor allem den Hintergrund, dass die Pandemie kurzfristige finanzielle Engpässe entstehen lässt und selbst Kurzarbeit für sie keine Lösung darstellt. Es werden die Stellen abgebaut, die schnell rechtlich einwandfrei abgebaut werden können.

 

Schnelllebigkeit der Corona Arbeitslosigkeit

Die John Hopkins Universität informiert aktiv über die Fallzahlen.

Die John Hopkins Universität informiert aktiv über die Fallzahlen.

Der Unterschied zu anderen Krisen liegt darin, dass alles schneller vorbei sein könnte als man aktuell denken mag. Denn sobald die Einschränkungen wieder aufgehoben werden, wird die Nachfrage wieder für Jobs sorgen. Friseure, Eventmanager, Reisebüros, Taxifahrer und viele weitere Bereiche in denen aktuell Jobs verloren gehen, werden in kurzer Zeit wieder gebraucht werden, weil die Nachfrage besteht. Aktuell wurde die Nachfrage in vielen Bereichen durch politische Verfügungen auf nahezu Null heruntergefahren. Diese künstliche erzeugte Situation, ist kein bleibender Zustand, weshalb auch die Corona Arbeitslosigkeit sehr schnelllebig sein wird. Die Einschränkungen führten etwas verzögert zu einer “Explosion” der Arbeitslosigkeit und werden deshalb auch wieder zu einem hohen Jobangebot bei Aufhebung führen.

Tausende von Mittelständlern und Großunternehmen nutzen Kurzarbeit genau zur Überbrückung dieser Zeit. Ein Jobabbau wäre in dem Sinne nicht zielführend, da die Nachfrage in kurzer Zeit unmittelbar wieder ansteigen wird. So zumindest in sehr vielen Bereichen.

 

Die Sondersituation USA

Die oben genannte Schnelllebigkeit der Corona Arbeitslosigkeit gilt für die USA ebenso. Hier hat US-Präsident Trump kurzfristig einen wahren Sozialstaat aufgebaut um die Kaufkraft der Amerikaner zu erhalten. Auch eine Modell an Kurzarbeit hat man kurzer Hand eingeführt. Auch hier sind die oben genannten Bereiche am stärksten betroffen. Während Großunternehmen mithilfe vom Kurzarbeit eher den “Pause-Knopf” betätigen, wird in kleineren Unternehmen, die finanzielle Schwierigkeiten geraten, massiv abgebaut. Durch den dort weniger relevanten Kündigungsfrist, bauen auch mittelgroße Betriebe Stellen ab. Zusätzlich ist der Ölpreisverfall ein großes Thema. Denn durch diesen haben bereits einige Frackingbetreiber Insolvenz angemeldet. Hier gehen ebenfalls tausende Arbeitsplätze verloren, allerdings voraussichtlich dauerhaft.

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Risiko der Insolvenzen

In den den Insolvenzen liegt das Risiko. Während die Corona Arbeitslosigkeit in vielen Bereichen vorübergehend sein wird, ist die Anzahl der Insolvenzen der wahre Faktor für die kommende Arbeitslosigkeit nach der Krise. Denn die Unternehmen, die vor der Krise profitabel gearbeitet haben, werden auch nachher profitabel arbeiten, wenn sie die Durststrecke denn überleben und gegebenenfalls eine höhere Schuldenbelastung in Kauf nehmen müssen. Doch die Unternehmen, die in den nächsten Wochen zahlungsunfähig werden, lassen auch Arbeitsplätze zum Großteil dauerhaft verschwinden. Diese gilt es zu retten, Voraussetzung ist, dass sie tatsächlich profitabel arbeiten können…

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