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Ray Dalio als der wohl bekannteste Investor der Welt, ist aktuell öfters im Rampenlicht. Eine Krisensituation, die er seit Jahren herbeibeschwört, ist nun eingetroffen. Er sieht es als Beginn für eine Neue Weltordnung bei der Geldpolitik und damit auch in der Gesellschaft. Doch Ray Dalio ist alles andere als ein Verschwörungstheoretiker. Seine Ansichten haben Hand und Fuß. Seine Kenntnisse hinsichtlich der geldpolitischen Systeme und der Wirtschaft sind vermutlich unübertroffen. Immerhin führt er seit Jahrzehnten den größten Hedgefonds der Welt: Bridgewater. Der Erfolg gibt ihm Recht. Nun spricht er von einer bevorstehenden neuen Weltordnung, in der man anders anlegen sollte als bisher. Wir stehen laut Dalio am Ende eines hundertjährigen Zyklus wie zuletzt um 1929. Die Regeln ändern sich. Was er damit meint, wollen wir in diesen Artikel ergründen.

 

Der Zyklus findet sein Ende

Niemand erklärte die Wirtschaft und den Konjunkturzyklus einfacher und passender wie Dalio. Um seine These zu verstehen, dass der hundertjährige Zyklus nun endet, ist seine Ansicht der Zyklen zu verstehen. Siehe dazu einen anderen Artikel. Er geht darauf ein, dass Diversifikation wichtiger sei als jemals zuvor. Es stehe eine gigantische Umverteilung von Vermögen bevor. Aktien, Rohstoffe und damit auch Gold, gehöre in jedes Depot. Gewöhnliche Staatsanleihen sind dagegen aufgrund zu niedrigeren Zinsen zu meiden. Zusätzlich geht er auf die Risiken hoher Inflation ein, weswegen sich Inflation linked Bonds empfehlen. Denn die Geldschwemme ist in vollen Gange. Gigantische Massen an Kapital fließen täglich in die Märkte um eine längere Rezession oder sogar Depression zu verhindern. Doch was ist der Preis dafür?

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Aus reich wurde sehr reich

In den letzten Jahren kannte man an den Märkten lediglich eine Richtung: Nach oben. Egal ob Aktien, Immobilien oder auch Luxusgüter, der Wert erhöhte sich massiv. So wurden Unmengen an Vermögen gebildet, auf Kosten der Ärmeren. Doch auch die Verschuldung von bestimmten Bereichen, wie Staaten, steigt munter weiter auf jährliche Rekordstände. Gegen diese Schuldenlast gibt es laut Dalio nur wenige Möglichkeiten zur Auflösung:

  • Drucken von neuen Kapital durch die Zentralbanken.
  • Ausfälle und damit Reduktion der Schuldensumme.
  • Reduzierung von Ausgaben. (Personen, Unternehmen, Staaten)
  • Umverteilung von Reichtum.
Ray Dalio tritt aktuell häufig in der Öffentlichkeit auf.

Ray Dalio tritt aktuell häufig in der Öffentlichkeit auf.

 

Weiterlesen  Die größten Unternehmen der Welt

Schwere Zeiten stehen bevor…

The Changing World Order von Ray Dalio (Amazon-Werbelink)

The Changing World Order von Ray Dalio (Amazon-Werbelink)

Diese vier genannten Punkte haben es in sich. Ersteres, das Drucken von neuen Geld, geschieht bereits. Doch das geschieht nur mit mäßigen Erfolg. Es reicht nicht mehr. Deswegen kommt es langsam aber sicher zu Ausfällen und Pleiten. Auch Staaten scheinen dabei bald nicht ausgenommen zu sein. Die Reduzierung von Ausgaben ist in jeden Unternehmen in der Finanzbranche mittlerweile Thema Nummer 1. Stellenabbau und Fusionen sind die Folgen. Die Umverteilung von Reichtum ist allerdings noch nicht genau ersichtlich. In der Vergangenheit waren, die Gewinner vor allem Aktien und Immobilien, was eine klare Umverteilung darstellte. In Zukunft meint Dalio jedoch, dass man sich auf wenig ertragreiche Zeiten einstellen muss, aufgrund den oben genannten Punkten.

Als Ergebnis der Punkte spricht er von “beautiful deleveraging”. Er betont, dass es ein gutes Ende finden kann. Das Ganze wird aber laut ihm auf Kosten von Wachstum geschehen, weshalb man sich in Zukunft an den Märkten mit deutlich niedrigeren Renditen zufrieden geben muss.

 

Neue Weltordnung – Ray Dalio selbstlos?

Ray Dalio begründet seine neue Weltordnung bei der Geldpolitik gut und schlüssig. Allerdings darf man nicht vergessen, dass er wohl mit seinen Mulimilliarden-Hedgefonds Bridgewater, bei der “neuen Weltordnung” ein gehöriges Wörtchen mitreden will. Seine Thesen sind hervorragend verfasst und suchen in den Bereich seines Gleichen, doch bleibt es immer offen, welche Interessen er persönlich hinter den Kulissen verfolgt…

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