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Das Jahr 2020 wird wohl als Krisenjahr in die Geschichtsbücher eingehen. Allen voran aufgrund der Covid-19 Pandemie, der daraus resultierenden Notlage jeglicher Gesundheitssysteme und sozialen Systeme. Mit beispielloser Geschwindigkeit wurde die Welt von der Pandemie heimgesucht. Innerhalb weniger Wochen sahen sich die Staaten zu Maßnahmen zur Bekämpfung gezwungen um ihre Bevölkerung zu schützen. Nun nach gut einem Jahr sieht es so aus, als wäre das Ende der Krise dank mehrerer wirksamer Impfstoffe in greifbare Nähe. Doch was bleibt nach der Krise davon übrig? Dabei macht vor allem der Begriff Great Reset von sich reden. Was bedeutet “Great Reset” und ist die Angst, die viele davor haben berechtigt?

 

Der Great Reset ist (fast) beschlossene Sache

Mit den Begriff Great Reset wird oft etwas extrem negatives impliziert. Spätestens als die Wirtschaftselite und Politelite in Davos offen davon sprach, wurden gewisse Gruppierungen hellhörig. Man wolle ein “neue Grundlagen für unser Wirtschafts- und Sozialsystem” schaffen, heißt es in Davos. Das muss grundsätzlich nichts schlechtes sein. Im Mai 2021 findet unter dem Projektnamen “Great Reset” ein Treffen in der Nähe von Luzern(Schweiz) statt, wo diese Grundlagen definiert werden sollen. Genauer gesagt geht es darum einen Weg festzulegen, um ein Vorkrisenniveau der Wirtschaft widerherzustellen und eine Gesellschaft mit mehr Sinn für Nachhaltigkeit aufzubauen. 

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Dabei soll proaktiv eine neue Agenda für Arbeitsplätze, Gerechtigkeit, und Wachstum geschaffen werden.

Das Ziel des Great Reset ist nicht weniger als die gesamte Erde.

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Mehr Sozialismus für den Kapitalismus?

Konsens der Teilnehmer(über 400 Teams weltweit verteilt) ist nicht den Kapitalismus auf strikte Art und Weise abzuschaffen. Es scheint eher als wolle man die soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen. So hier nachzulesen. Doch was heißt das? Vor allem die Gleichberechtigung, unabhängig des Geschlechts und der Hautfarbe mit Hilfe einer engeren Verwobenheit von Staat und Privatwirtschaft herzustellen. Genauso müssen Bildungssysteme eine absolute Chancengleichheit schaffen. Es wird auch gezielt das überdimensionale Vermögen von gewissen Persönlichkeiten, wie Jeff Bezos, kritisiert. So steht auch eine gerechtere Aufteilung des weltweiten Vermögens auf der Agenda.

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Alles in Allem Schritte vom Kapitalismus hin zum Sozialismus, ohne die Grundprinzipien umzuwerfen. Die Agenda des Great Reset ist derartig umfangreich, dass es enorm schwierig ist, einen Überblick zu behalten. In welche Richtung die Finanz und Politelite die Welt allerdings bringen will, lässt sich möglicherweise von den Erwartungen ablesen, die man für das Jahr 2030 angibt.

 

Die Welt 2030 im Zuge des Great Reset?

Der Große Umbruch. Ein Buch von Klaus Schwach (Anzeige)

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Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit stehen mit an vorderster Stelle der Agenda. Wie die Welt 2030 damit aussehen kann:

  1. Alle Produkte werden Services. Damit will man die Hersteller wieder dazu bewegen aus Eigeninteresse haltbare Produkte herzustellen und sie als Service anzubieten.
  2. Globaler Emissionspreis, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken und die Klimaerwärmung einzudämmen.
  3. Mehrere globale relevante Nationen ohne Übermacht. Bisher gilt die USA als größte Weltmacht. Diese Dominanz soll reduziert und auf mehrere Nationen aufgeteilt werden.
  4. Weniger Krankenhäuser, mehr Heimspitäler. Das heißt nichts anderes als, dass man weniger Unfälle aufgrund von autonomen Bewegungsmöglichkeiten erwartet und personalisierte Medizin fürs eigene Heim angeboten werden kann.
  5. Weniger Fleischkonsum. Auch heute bereits ein wichtiges Thema, ist der zu hohe Fleischkonsum, welcher nach und nach dem synthetischen Fleisch weichen wird.
  6. Flüchtlinge von heute werden die CEOs 2030. Eine sehr umstrittene Passage, welche die Chancengleichheit und Internationalität der Gesellschaft beweisen soll.
  7. Die Werte des Westens werden überdacht. Daraus resultierend ist das Überdenken jeglicher Werte und Menschenrechte zum Erreichen der übergeordneten Agenda.
  8.  2030 ist die Marsbewirtschaftung möglich. Im Zuge der Erfolge von SpaceX erscheint diese Aussicht alles andere als zu optimistisch.

Ist- und Sollzustand

Der Ist-Zustand wird in der Agenda als extrem negativ dargestellt.

Das Jahr 2020: Zu viel Müll, eine Pandemie mit der global Staaten überfordert sind und täglich viele Menschen sterben, Proteste gegen Ungleichheit(Stichwort blacklives-Matter), Umweltzerstörung aufgrund Profitwahn, ungezügelte Klimaerwärmung, usw. 

Ein Staat nach dem anderen scheiterte daran, die Pandemie einzudämmen. Hier ein Screenshot der John Hopkins Universität im frühen Stadium...

Ein Staat nach dem anderen scheiterte daran, die Pandemie einzudämmen. Hier ein Screenshot der John Hopkins Universität im frühen Stadium…

Nach dem Great Reset ab 2030 soll die Welt wie oben beschrieben aussehen und die Welt als solche für den Menschen lebenswerter und gerechter sein.

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Great Reset Positiv oder negativ?

Einige Menschen verurteilen die Agenda bereits und wollen bereits eine gewisse Skepsis und Angst vor dem Vorhaben aufbauen. Doch um ihnen die Luft aus den Segeln zu nehmen: Es ist ein Vorhaben, was grundsätzlich vernünftige und allgemein logische Schritte umsetzen will um die Welt zu einen besseren Ort zu machen. Doch wie genau es schlussendlich umgesetzt werden wird und ob Einzelinteressen von Staaten oder teilnehmende Eliten die Agenda in eine negative Richtung lenken ist bisher noch völlig unbekannt und es bleibt abzuwarten was im Mai 2021 in den Beschlüssen verfasst wird.

Pauschal das Ganze als bösartiges Vorhaben ist wenig sinnvoll und da es eine globale Zusammenarbeit erfordert sind die Beschlüsse umso interessanter.

 

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