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  • Die Paradox Interactive Aktie stürzte nach Bekanntgabe der schwachen Geschäftszahlen für 2020 ein.
  • Trotz höheren Umsatz, schrumpfte der Gewinn auf weniger als die Hälfte des Vorjahres im 4. Quartal zusammen.
  • Der Konzern hat einige wenige Streckenpferde, die für den Cashflow sorgen. Diese enttäuschten im vergangenen Quartal.
  • Der Hoffnungsträger “Empire of Sin”, welcher Ende 2020 erschien, enttäuschte auf voller Linie.
  • Der schwedische Spieleentwickler hält an seiner Strategie fest.

 

Gaming aus Schweden

Paradox Interactive ist hauptsächlich von folgenden Spielereihen abhängig:

  • Crusader Kings
  • Europa Universalis
  • Stellaris
  • Hearts of Iron
  • Cities Skylines

Das neueste Spiel, Empire of Sin, enttäuschte. Dadurch sackte die Paradox Interactive Aktie ab und Analysten sind mit der Zukunft von Paradox skeptisch. Es bleibt die Frage ob man in der Lage ist, neue profitable Spiele zu veröffentlichen. In der Branche ist man mit einer Marktkapitalisierung von rund 2 Milliarden Euro, ein eher kleiner Mitbewerber.

Gaming ist und bleibt ein Wachstumssektor.

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Gaming ist und bleibt ein Wachstumssektor.

Solider Konzern mit falschen CEO?

Um sich mit mit der Konkurrenz zu behaupten, muss man seine Reihen qualitativ ausbauen und neue Franchises erschaffen. Seit 2018 wird Konzern nun von Ebba Ljungerud geführt. Die Schwedin sorgte für einen Aufschrei in der Branche, weil sie zuvor für einen Mobile-Gaming-Produzenten gearbeitet hat. Sie sprach mehrfach in Interviews aus, dass sie die Zukunft im Mobile Gaming sehe. Somit gingen Sorgen einher, dass sie das Geschäft von Paradox nicht verstehe. Denn das Kerngeschäft von Paradox war und ist der PC-Gaming-Sektor.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass Ljungerud versucht den Konzern im Mobile-Segment zu etablieren. Bisher führte das nur zu wenig Erfolg. Der Mobile-Anteil beträgt 2020 nur etwa 7 %. Er vervielfachte sich zwar, doch ist immer noch eine Nebensächlichkeit in Paradoxs Geschäft. Der Flop Empire of Sin zeigte, dass die Kernkompetenzen durch die Stärkung des Mobile-Sektors wohl geschwächt wurden. Zusätzlich hat man das Entwicklerstudio von Vampire 2, den nächsten Hoffnungsträger, entlassen. Es scheint also wahrscheinlich, dass auch der nächste Release ein Flop wird. Eine Zurückgesinnung auf alte Werte ist daher dringend notwendig um solche zu vermeiden.

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Paradox Interactive Aktie – Einschätzung des Verfassers:

    

 

Die Bewertung

Eine Paradox Interactive Aktie ist aktuell rund 18 € wert, entsprechend 183 SEK. Mit einen Gewinn je Aktie von 4,65 SEK im Jahr 2020 weist die Aktie somit ein KGV von etwa 40 auf. Hinsichtlich des starken Wachstums, rechtfertigt sich dieser hohe Wert. Paradox ist in guter Verfassung. Das Pandemiejahr hat entsprechend dazu beigetragen und es stimmt etwas eigenartig, dass man den Erfolg in 2020 lediglich auf die eigenen tollen Spiele zurückführt, anstatt die Rahmenaspekte zu berücksichtigen. Davon ist im Bericht keinerlei Rede. Zweifellos hat die Pandemie in hohen Maß dazu beigetragen, dass Paradox ein Rekordjahr feiern konnte.

Der Erfolg von Crusader Kings 3, steht dem Flop von Empire of Sin und den Problemen bei Vampires 2 gegenüber. Eine Fortsetzung der bekannten Spielereihen wird voraussichtlich für ein weiterhin stabiles Geschäft sorgen. Wachstumsanreize und Wachstumsfantasien fehlen nach dem Rekordjahr 2020 allerdings. Vor allem hinsichtlich der relativ hohen Bewertung, selbst nach dem Absturz, gilt es vorsichtig zu sein.

 

Fazit Paradox Aktie

Paradox hat wenig aussichtsreiches in der Pipeline. Das ist der handfeste Grund für den Absturz der Aktie. Aktuell hat Paradox nichts in der Pipeline, was für ein anhaltendes Wachstum sorgen wird. Deshalb ist die Aktie aktuell nur für langfristig orientierte Anleger interessant, kurzfristig scheint man eher mit internen Problemen zu kämpfen haben. CEO Ljungerud muss umdenken und das Kerngeschäft nicht zwanghaft auf die Mobile-Schiene ausrichten, auf Kosten der Qualität der anderen Produktionen. Im kommenden Jahr ist eher von stagnierenden Umsätzen auszugehen und daher ist das KGV von aktuell rund 40 zu hoch. Schafft man es vielversprechende Produktionen anzukündigen, die tatsächlich die Massen wie Vampires 2 ansprechen, kann sich das schnell ändern. Bis dahin gilt es bei der Paradox Interactive Aktie abzuwarten.

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Der Verfasser hält keine genannten Anlageprodukte.

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