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  • Die Pandemie schürte starke Unsicherheit in der Wirtschaft.
  • Anleger suchten eine “sichere” Möglichkeit ihr Kapital anzulegen.
  • Einen Hafen dafür bilden aufgelegte Fonds von Crashpropheten.
  • Das Marketing mit dem Crash zieht Geld magisch an.
  • Crashfonds steigen in der Gunst, trotz unterdurchschnittlicher Performance und hohen Kosten.
  • Das Geschäft mit dem Aktiencrash floriert.

 

Der Crash kommt morgen (doch nicht)

Crashpropheten gibt es scheinbar immer mehr. Dirk Müller(Mr. Dax), Max Otte, Mark Friedrich und noch viele mehr sind bekannte Namen der Szene. Das Wort Crashprophet soll in keinem Fall diskreditierend gemeint sein, es soll lediglich betonen, dass die genannten Personen keine Möglichkeit auslassen, einen Aktiencrash vorherzusagen. Und das geschieht seit Jahren. Das Geschäft mit dem Aktiencrash funktioniert, doch die Crashfonds haben in der Krise alles andere als großartig performt. Doch warum wird den Menschen weiterhin geglaubt und warum wird ihnen das Kapital der Menschen anvertraut, obwohl sie bereits so oft falsch lagen? Genauer geht es um folgende Aussagen, die von den Persönlichkeiten getroffen wurden:

  • Jim Rogers, Hedgefondsmanager 2018 – “Nächster Bärenmarkt wird der Schlimmste unseres Lebens.”
  • Markus Krall, Volkswirt 2018 – “Der Mega Banken Crash kommt 2020.”
  • Ernst Wolff, Autor 2020 – “Es kommt der komplette und totale Zusammenbruch des Finanzsystems, was seit 70 Jahren existiert hat”
  • Marc Friedrich, Wirtschaftsbuch-Autor 2020 – “Es sieht ganz danach aus, als würde dieses Coronavirus das ganze Kartenhaus zum Einsturz bringen.”
  • Dirk Müller, Fondsmanager Mai 2020 – “Wir könnten ein sehr schwaches zweites Halbjahr erleben.”

Diese ganzen Aussagen und viele, viele mehr haben nur eines gemeinsam: Sie waren falsch und gleichzeitig für die verbreitenden Personen hochprofitabel.

Ist der Euro in Gefahr? Viele Crashpropheten denken das.

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Ist der Euro in Gefahr? Viele Crashpropheten denken das.

Das Geschäft mit dem Aktiencrash & der schwachen Fondsperformance

Die Persönlichkeiten verdienen gut an der Angst vor dem großen Crash. Einerseits treibt es Geld in die (nicht ganz so sicheren) Crashfonds und pusht die herausgegebenen Bücher. Denn Autoren sind sie komischerweise alle…

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Die Storys und Thesen sind toll und spannend. Jeder liest lieber vom großen, aufregenden Crash als von der sich gewöhnlich und langweilig entwickelnden Wirtschaft. Man sensibilisiert die Leser auf einen Zustand, den man selbst propagiert um so seine Produkte zu verkaufen oder Gelder für seinen Fonds zu generieren. Dass die Fonds ihren Zweck mehr schlecht als Recht erfüllen, ist leider völlig offensichtlich. Keiner der Verantwortlichen schaffte es auch nur ansatzweise nach den (zum teil horrend hohen) Gebühren mit der Performance eines “langweiligen” MSCI Worlds oder Arero Weltfonds mitzuhalten.

 

Aber was wenn…

Aber was wenn sie Recht behalten? Was wenn der Crash kommt? Was wenn alles plötzlich nichts mehr wert sein soll? Was wenn nur noch Sachwerte reellen Wert haben und Geld weniger wert ist, als das Papier, auf welchen es abgedruckt ist und gleichzeitig das komplette Wirtschaftssystem kollabiert?

In diesem Fall, ja selbst dann, wird man nicht ohne Verluste mit den “Crashfonds” durch die Krise kommen. Die Frage ist also, ob man den groß angekündigten, alles umfassenden Crash überhaupt entgehen kann. Die wahrscheinlichste Antwort lautet nein. Selbst Gold, selbst Immobilien haben sich in Krisen nicht als einhundert prozentiger Wertbewahrer bewiesen. Vorherzusehen welche Anlageklasse in der Krise gut abschneidet, ist unmöglich.

Wäre hätte es denn in der letzten (kurzen) Krise 2020 erwartet, dass Whisky und Silizium derartig im Wert steigen? Die Crashpropheten offenbar nicht, denn die Performance der Crashfonds ließ sehr zu wünschen übrig, obwohl sie doch den Crash vorhergesehen hatten. Es kommt eben immer anders als man denkt. Eine perfekte Absicherung und gute Gewinnchancen sind nicht zu vereinbaren.

Die einzig annähernde Lösung für ein möglichst niedriges Risiko ist die Diversifikation über nahezu alle Anlageklassen…

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