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Der Name Weber ist jeden Grillfan ein Begriff.  Die Weber-Grills haben Kultstatus und man erweiterte das Produktportfolio hin zum kompletten Grillausstatter inklusiv Merchandise und Lifestyle Artikeln. Die Marke hat in der Szene großen Wert. Nun will man den Sprung an die Börse mit der Weber Aktie wagen. Doch für die Prominenz des Namens will man natürlich einen entsprechenden Wert veranschlagen, was potentiellen Investoren teuer kommen kann…

 

Der Börsengang für Grillfans

2020 und 2021 sind für Weber aufgrund der zum Teil geschlossenen Gaststätten ein regelrechter Segen. Das Geschäft boomt und man will die Chance ergreifen um an der Börse Kapital einzusammeln. Knapp 47 Millionen Aktien will man für einen Preis zwischen 15 und 17 USD je Weber Aktie platzieren. Damit will der Traditionshersteller gut 900 Millionen USD einspielen. Die Bewertung würde dem entsprechend rund 4 bis 6 Milliarden USD entsprechen. Fundamental gesehen ist das ein sehr optimistischer Wert…

Grillen hat 2020 und 2021 einen wahren Boom erfahren.

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Grillen hat 2020 und 2021 einen wahren Boom erfahren.

 

Fundamental

Im Geschäftsjahr 2020 konnte Weber ordentliches Wachstum vorweisen. Der Umsatz zog um gut 18 Prozent auf 1,53 Milliarden USD an. Damit standen unter dem Strich 89 Millionen US-Dollar. Das entspricht ca. 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch das bildete noch nicht das Ende der Wachstumsstory.

Die positive Geschäftsentwicklung setzte sich weiterhin fort: In den sechs Geschäftsmonaten bis Ende März stieg der Umsatz auf 963 Millionen US-Dollar. Damit steht im ersten Halbjahr bereits ein Wachstum von um mehr als 60 Prozent über dem Vorjahreszeitraum in den Büchern. Ebenso überzeugt der Gewinn, der auf knapp 73 Millionen USD verdreifacht wurde. Für das Gesamtjahr scheint ein Gewinn von 140 Millionen USD möglich zu sein. Damit wäre bei einer Bewertung von 5 Milliarden USD ein KGV von 35 angesetzt. Das ist hinsichtlich der Risiken aber etwas hoch.

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Risiko Wachstumsschwäche

Es ist kein Wunder, dass man 2021 an die Börse geht, war doch 2020 und der Anfang 2021 die umsatzstärkste Zeit in der Firmengeschichte. Doch das birgt ein gewaltiges Risiko. Was ist nach dieser außergewöhnlichen Zeit. Wird dann das KGV um 35 gerechtfertigt sein? Vermutlich nicht, denn dass man diese Wachstumsrate halten kann scheint unmöglich. Denn 2019 waren die Umsätze sogar rückläufig und am Geschäft hat sich dahingehend wenig geändert. Impulse wie man das Wachstum halten kann scheint es kaum zu geben. Die Produkte sind harter Konkurrenz ausgesetzt und Wettbewerber wie der US-Konzern Traeger bieten Produkte an, die sehr nahe dem Produktportfolio von Weber sind. Einen Burggraben des Geschäfts gibt also kaum. Lediglich der Name ist ein tatsächlicher Vorteil durch die Bekanntheit und dem Vertrauen, die diesem entgegen gebracht wird.

 

Weber Aktie – Einschätzung des Verfassers:

    

 

Einstieg riskant

Hinsichtlich der anderen IPOs in letzter Zeit ist Weber voraussichtlich verhältnismäßig niedrig bewertet. Das ist aber den Bedenken bezüglich der Wachstumsschwäche geschuldet, was die Bewertung trotzdem als hoch erscheinen lässt. Hier liegt auch das Problem, weshalb ein Investment in die Weber Aktie spekulativ ist und man mit Performanceschwächen rechnen sollte.

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