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Evergrande ist einer der größten Immobilienkonzerne in China. Mit der aggressiven Expansionspolitik und dem enormen Wachstum, sowohl vom Immobilienbestand als auch von Anteilen an Unternehmen finanziert durch hohe Fremdkapitalaufnahme kommt der Großkonzern ins Wanken. Die Fremdkapitalbelastung ist zu groß und Evergrande steht kurz vor einer Zahlungsunfähigkeit. Banken, Gläubiger und Mitarbeiter warten bereits auf ihr Geld, doch Konzern kann nicht zahlen. Die Evergrande Aktie verliert auf Jahresperspektive über 80 % ihres Wertes.

 

Was ging schief?

Evergrande hat sein Wachstum in den Vordergrund gestellt ganz nach den Motto “Wachstum um jeden Preis”. Das hat soweit auch funktioniert und man konnte seinen Umsatz seit 2015 mehr als verdreifachen. Problem dabei: Die Verbindlichkeiten stiegen in gleicher Geschwindigkeit und während einige Investitionen in Immobilien sich rechneten, brauchen Tochterunternehmen wie das eingekaufte Elektro-Startup New Energy Vehicle viel Kapital. Kapital welches Evergrande nicht mehr zuschießen kann. Das bringt die Elektroautotochter in Insolvenznähe. Die negativen News vom Mutterkonzern schadeten auch der Tochter und ließen sowohl die Evergrande Aktie als auch die New Vehicle Aktie einstürzen.

Chinas Regierung ist Evergrandes letzte Hoffnung.

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Wie groß ist das Problem?

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Der Immobilienkonzern ist ein gewaltiges Geflecht aus Immobilien, Investitionen und Finanzprodukten. Über 300 Milliarden USD an Schulden hat das Unternehmen aktuell angehäuft. Die Frist um die Rückzahlung von Anleihezinsen hat man kommentarlos verstreichen lassen, was noch deutlicher macht, dass dem Konzern das Geld fehlt und man es aus eigener Kraft nicht schaffen wird oder kann. Man steht mit dem Rücken zur Wand ohne Möglichkeiten etwas dagegen unternehmen zu können. Die börsennotierten Beteiligungen brachen allesamt ein, was den Wert entsprechend schmälerte. Die einzige Hoffnung ist der Immobilienbestand und der entsprechende Käufer wäre da… China.

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Evergrande Aktie – Einschätzung des Verfassers:

    

Die Lösung?

In Europa würde ein Unternehmen wie Evergrande zweifellos als “too big to fail” eingestuft werden. Auch China weiß um dessen Relevanz und dem Risiko in den Finanzmärkten. Deshalb deutet die chinesische Regierung Hilfe an. Jedoch soll das nicht in Form von reinen Kapital erfolgen sondern den Verkauf von Immobilien an staatliche Unternehmen. Mit einer Insolvenz von Evergrande rechnen allerdings viele Analysten. Entsprechend wird auch die Evergrande Aktie wohl ins Bodenlose fallen sollte China auf einen Notverkauf von Immobilien zu niedrigen Wert drängen. Fraglich bleibt auch was mit der spannenden Elektroauto-Tochter geschieht, die noch vor wenigen Wochen mehrere hundert Millionen USD wert war.

 

Der Verfasser hält keine genannten Anlageprodukte.

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