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Die etablierte Automobilindustrie bekommt mehr und mehr Konkurrenz. Ganz nach dem Motto, ein Elektroauto kann jeder bauen, erklimmt ein E-Auto nach dem anderen das Tageslicht. Die jüngste Erfolgsgeschichte schreibt der US-Autobauer Rivian und seinem IPO. Einem erfolgreichen Rivian IPO steht nichts mehr im Wege. Unterstützt und finanziert von Amazon und Ford startet Rivian am Markt voll durch. Ca. 20 % Anteile sollen bei Amazon liegen und 12 % bei Ford. Auch auf entsprechende Aufträge soll der E-Autobauer zurückgreifen können.

 

Starker Support von Amazon

Amazon unterstützte Rivian bei Finanzierungsrunden aktiv mit Unmengen an Kapital. Doch nicht nur das, auch als Kunde ist der E-Commerce Riese willkommen. So orderte man über 100.000 E-Autos, die bis 2030 ausgeliefert werden. Das verschafft dem Elektro-Start-Up eine ungewöhnliche Sicherheit. Rivian selbst sagte zu den bestellten E-Autos, dass sie Transport sind, die besonders einfach zu bedienen und komfortabel sind. Rivian bietet aktuell lediglich SUVs und Pick Ups an. Damit sagt man vor allem Teslas Cybertruck den Kampf an.

Unter der gigantischen Konkurrenz fällt Rivian kaum auf und wird bereits auf dem Niveau von BMW bewertet.

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Unter der gigantischen Konkurrenz fällt Rivian kaum auf und wird bereits auf dem Niveau von BMW bewertet.

 

Grauenvolle Geschäftszahlen

Rivian ist ein Start-Up. Das lässt sich spätestens an den Geschäftszahlen erahnen. So verbrannte man im ersten Halbjahr 2021 eine Milliarde USD. Dabei hat man keinerlei nennenswerten Umsatz erzielt. Alles zielt darauf ab, die Produktion aufzubauen und anschließend Kunden bedienen zu können. Vorbestellungen nimmt man bereits an und 1000 Autos sollen dieses Jahr noch fertig produziert sein. Das System erinnert sehr an den Aufstieg von Tesla, nur dass Rivian enorm finanzstarke Konzerne im Hintergrund hat, weswegen der Rivian IPO wohl nicht scheitern wird.

 

Einer von vielen?

Rivian wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach unter den Top-E-Start-Ups einreihen. Hier sei Lucid, Xpeng und NIO genannt deren Aktienkurse allesamt durch die Decke gingen. Auch bei Rivian rechnet man trotz des ausbleibenden Umsatzes mit einer Bewertung von rund 60 Milliarden USD, entsprechend etwa der Bewertung von BMW. Eines ist klar, die Aktien werden dem Unternehmen wohl aus den Händen gerissen. Langfristig allerdings wird es für alle Konzerne in dem Feld schwierig werden. Die Anzahl an Unternehmen und Produkten nimmt mit enormer Geschwindigkeit zu. Sowohl die etablierten Autobauer als auch NIO bieten in Kürze Produkte an, die die direkte Konkurrenz zu Rivian bilden und es werden nahezu monatlich mehr. Eine Marktbereinigung wird mittelfristig nicht ausbleiben. Deswegen ist die Sicherheit, die Amazon für Rivian bietet derartig attraktiv. Doch ob das für eine 60-Milliarden USD Bewertung reicht, bleibt fragwürdig…

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Der Verfasser hält keine genannten Anlageprodukte.

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