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Zu den weihnachtlichen Festtagen und der damit verbundenen Besinnlichkeit eine Thematik die immer wieder aufflammt und mit der sich die kommende Bundesregierung auseinandersetzen muss, ist die auseinanderklaffende Schere zwischen arm und reich, sowie die unverhältnismäßige Macht von Konzernen die immer wieder rückt in den Fokus rücken. Bewegungen wie Fridays for Future, Occupy Wallstreet oder Extinction Rebellion haben grundlegend verschiedene Ziele, doch der Weg dahin kann sich stark überschneiden. Alle dieser Bewegungen fußen in ausufernden, gewinnmaximierenden Unternehmen, die wenn nötig über Umwelt und auch der Gesundheit von Menschen gehen. Daraus entstehen immer wieder größere linke Bewegungen die die Zukunft des Kapitalismus zum Wohle der Mehrheit der Menschen ungewiss gestalten. Das Konzept der Kollektivbetriebe könnte die Lösung sein, die das Wohl der Menschen und der Umwelt miteinander vereint. Verlierer wären lediglich die 1 % der Menschen, die aktuell das größte Kapital für sich beanspruchen…

 

Das Konzept der Kollektivbetriebe

Gewöhnliche Unternehmen in der heutigen Zeit sind mit Hierarchien aufgebaut, deren Struktur und Besetzung von wenigen Machthabern innerhalb des Unternehmens bestimmt werden können. Was wäre aber wenn die Anteile des Unternehmens nicht in Händen von den wenigen an der Spitze oder fremden Personen außerhalb des Betriebs gehalten werden würden, sondern von den Mitarbeitern?

Miteinander für ein Ziel arbeiten statt nebeneinander für das Eigene. Das ist das Ziel von Kollektiven.

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Miteinander für ein Ziel arbeiten statt nebeneinander für das Eigene. Das ist das Ziel von Kollektiven.

Nimmt man alle Anteile vom Markt gibt jeden Mitarbeiter, Vorstand, usw. genau eine Aktie entsteht ein Kollektivbetrieb, der vollends demokratisch handeln kann. Vorstände und Führungskräfte können von Mitarbeitern gewählt und auch deren Gehalt festgesetzt werden. Eine Eindämmung des exorbitanten Gehaltsunterschieds vom Fließbandarbeiter zum Vorstand wäre die Folge. Gerechtigkeit und Mitarbeiterwohl würde im Vordergrund stehen. Führungskräfte die diese Interessen nicht teilen und sich nur selbst bereichern wollen werden abgewählt. Gewinnmaximierung spielt eine untergeordnete Rolle.

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Das kann nicht funktionieren… oder doch?

Wenn liberale Menschen das Konzept der Kollektivbetriebe lesen kommen als Erstes Einwürfe, dass das doch nicht funktionieren könne. Tatsächlich ist die Frage bereits obsolet. Denn Kollektivbetriebe gibt es bereits und der Erfolg gibt ihnen Recht. Musterbeispiel ist die spanische Mondragón Corporation, die mit über 70.000 Mitarbeitern das Konzept seit Jahrzehnten umsetzt. Dabei steht nicht das Kapital im Vordergrund sondern die Mitarbeiter. Finanzielle Schwierigkeiten können mit der Abstimmung von Menschen zeitweise ihr Gehalt zu reduzieren abgefedert werden. Ein Umstand der in jeglichen gewöhnlich geführten Unternehmen nicht möglich ist und zu aggressiven Personalabbau führt. Wohlwissend dass dadurch wertvolles Know-How von Mitarbeitern verloren gehen kann.

 

Auf die Arbeitnehmer kommt es an

Wie Mondragón arbeitet. (Anzeige)

Wie Mondragón arbeitet. (Anzeige)

Ob es Richtung Kollektivbetriebe geht bestimmen in erster Linie die Arbeitnehmer. Kollektive haben indiskutable Vorteile. Im Sinne der meisten Arbeitnehmer wäre ein kontinuierlicher Anstieg von derartigen Betrieben. Damit wäre auch für traditionelle Betriebe ein Anreiz geboten Mitarbeiter stärker in den Fokus zu rücken und die enorme Ungerechtigkeit innerhalb von Unternehmen zu bekämpfen. Das wäre ebenso ein Beitrag dazu das Auseinanderdriften von arm und reich entgegenzuwirken. In Deutschland gibt es derartige Strukturen noch kaum und eine staatliche Förderung fehlt im Gegensatz zu anderen Staaten. Wo sich die wenigen Kollektive in Deutschland befinden ist bei der Kollektivliste zu sehen.

Demokratie im Kapitalismus

Mitarbeiter haben mit Kollektivbetriebe die Chance mehr Demokratie in den Kapitalismus zu erfahren oder ihn gar zu schädigen. Denn der Kapitalismus braucht Arbeitnehmer, die für weniger Kapital arbeiten als sie eigentlich mit ihrer Arbeit erwirtschaften. Nimmt man den gewöhnlich geführten Betrieben zunehmend die Arbeitnehmer, wird ein Umdenken stattfinden müssen, damit man Arbeitnehmer wieder für sich gewinnen kann.

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Ob Kollektivbetriebe der Weisheit letzter Schluss sind oder ob andere Ausgestaltungen zu einem ähnlichen Ergebnis von mehr Mitarbeiterwohl, Achtsamkeit auf die Umwelt und Demokratie führen können ist ungewiss. Es scheint jedoch wahrscheinlich zu sein und die Akzeptanz muss in Zukunft zum Wohle der 99 % der Bevölkerung dringend steigen, auch wenn die genaue Ausgestaltung von demokratischen Kollektiven weiterhin diskutiert werden darf. Das Konzept der Kollektivbetriebe scheint in jedem Fall zukunftsweisend zu sein um die größten aktuellen Probleme der Menschheit angehen zu können.

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