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  • BASF erzielt 2021 Rekordumsatz
  • 2022 ist durch ein potentielles Gas-Embargo massiv gefährdet
  • Man ist auf das russische Erdgas angewiesen
  • BASF Chef Brudermüller spricht von möglicher Zerstörung der Volkswirtschaft
  • Der Chemiekonzern steht bei Unmengen von Produkten am Anfang der Wertschöpfungskette

 

Mit Anlauf in eine neue Krise…

Der Chemieindustrie geht es prächtig. Man kann für seine Produkte mehr Geld verlangen als jemals zuvor. Dadurch erreichen diverse Chemiekonzerne nacheinander Rekordergebnisse. Ähnlich sieht es bei der BASF aus. So konnte man mit 78,5 Milliarden Euro den höchsten Umsatz der Konzerngeschichte ausweisen. Auch beim Gewinn sah es viele Jahre nicht mehr so gut aus. Anfang des Jahres legte man zudem nach und man sprach von weiteren Zuwächsen in 2022. Das ist durch ein potentielles Gas-Embargo allerdings massiv gefährdet. Die Aktie der BASF reagierte mit entsprechenden Abschlägen und verlor auf Jahressicht gut ein Viertel an Wert. BASF Chef Brudermüller zeichnet sogar ein noch düsteres Bild…

Das BASF Werk in Ludwigshafen wäre direkt von einen Gas Embargo betroffen.

Das BASF Werk in Ludwigshafen wäre direkt von einen Gas Embargo betroffen.

BASF Crash bei Gas Embargo unvermeidbar

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Ein Gas Embargo würde unmittelbar zu einen BASF Crash führen. Als einer der größten Energieverbraucher Deutschlands wäre die BASF direkt betroffen. So sagte Brudermüller der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass ein Gas Embargo direkt existenzbedrohend für viele kleine und mittelständische Unternehmen sei. Für BASF sei es ebenfalls ein enormes potentielles Problem. Er spricht davon, dass quasi über Nacht rund 40.000 Mitarbeiter betroffen sein könnten. Zusätzlich stellt der Chemieriese die Grundprodukte für Unmengen von Produkten her. Hier würde sich ein riesiger Dominoeffekt in der Wirtschaft zeigen.

 

BASF ist systemrelevant

BASF ist nichts weniger als systemrelevant. Die Auswirkungen bei Produktionseinstellungen sowie möglicher Massenarbeitslosigkeit wären enorm. Hier müsste man staatlich reagieren, wie in der Finanzkrise 2008. Nur dass dieses mal die Realwirtschaft betroffen ist und nicht der Finanzsektor. Ob und wie viel hier der Staat leisten kann ist ungewiss. Brudermüller sagt, solch hohe Summen könne der Staat gar nicht leisten.

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BASF Aktie – Einschätzung des Verfassers:

    

 

Fundamental stark (noch)

Der bereits eingetretene BASF Crash um rund ein Viertel zeigt die Bedenken vieler Anleger. Das geschah jedoch in Mitten einer Zeit, wo es für den Konzern (noch) hervorragend läuft. Man liefert Spitzenwerte ab und die Nachfrage nach den eigenen Produkten ist groß. So kommt auch das verhältnismäßig niedrige KGV von 8,6 zu Stande. Auch die Dividendenrendite von aktuell rund 6,5 Prozent spricht eine deutliche Sprache.

Die Situation von BASF und der weitere Kursverlauf der BASF Aktie hängt an einen seidenen Faden und es ist eine reine Wette auf die weitere Entwicklung des Ukraine-Kriegs. Doch ein altes Börsensprichwort besagt:

Politische Börsen haben kurze Beine

 

Der Verfasser hält genannte Anlageprodukte.

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